Die Curaçao Gaming Authority (CGA) hat offiziell eine neue Krypto-Richtlinie für Inhaber von B2C-Lizenzen veröffentlicht. Die aktualisierten Vorschriften stellen strengere Compliance-Anforderungen an Betreiber, die Kryptowährungstransaktionen nutzen.
Betriebliche Einschränkungen und Wallet-Trennung
Nach dem neuen Rahmenwerk können Betreiber nicht länger als eigene Börsen fungieren. Die Richtlinie verbietet die Umwandlung von Kryptowährungen in Fiat-Währungen für Spieler, die Ausführung von Swaps oder die Verwahrung von Geldern außerhalb von Glücksspielaktivitäten. Darüber hinaus sind persönliche und Ultimate Beneficial Owner (UBO)-Wallets nun verboten. Spieler-, Betriebs- und Treasury-Mittel müssen in separaten, entitätsgeführten Wallets segregiert werden.Unternehmen sind zudem verpflichtet, Blockchain-Analysen für die Prüfung von Ein- und Auszahlungen sowie die Rückverfolgung der Geldherkunft zu implementieren. Obwohl diese analytischen Aufgaben an Dritte ausgelagert werden können, bleibt die volle Verantwortung beim lizenzierten Betreiber.
Umsetzungszeitplan
Die CGA hat feste Fristen für die Compliance festgelegt. Betreiber müssen ihre Richtlinien-Dokumentation bis September 2026 im CGA-Portal hochladen. Vollständige Systemimplementierungen und die obligatorische Wallet-Segregation müssen bis Juni 2027 abgeschlossen sein.Die Vorschriften markieren einen Wandel vom bisherigen flexiblen Ansatz der Jurisdiktion. Während Curaçao für krypto-first-Modelle weiterhin eine gangbare Option darstellt, ist die Compliance-Bürde im Vergleich zu früheren Standards deutlich gestiegen.