Die Gambling Regulatory Authority of Ireland (GRAI) hat diesen Monat die vollständige Lizenzierung und Aufsicht für den nationalen Glücksspielmarkt übernommen. Dieser Übergang markiert den operativen Start des Gambling Regulation Act 2024 und ersetzt Gesetze, die auf die 1920er und 1930er Jahre zurückgehen.
Die Lizenzierung nach dem neuen Rahmenwerk erfolgt in Phasen. Fernwettanbieter waren die erste Kategorie, die nach Eröffnung des Antragszeitraums im Februar neue von der GRAI ausgestellte Genehmigungen erhielt. Physische Wettlizenzen folgen später in diesem Jahr, während Spiel-, Lotterie-, B2B- und gemeinnützige Lizenzen zwischen 2027 und 2028 freigegeben werden sollen.
Alle Sportwettanbieter müssen ab dem 1. Juli über eine B2C-Wettlizenz verfügen, um legal zu operieren.
Die aktualisierten Vorschriften verlangen strikte Einhaltung für alle lizenzierten Unternehmen, einschließlich Telefon- und Online-Dienste. Anbieter müssen Altersverifikation implementieren, Auszahlungsverarbeitung garantieren, Kreditkartentransaktionen untersagen und Spielerkonte auf Anfrage schließen. Zusätzliche Verbraucherschutzmaßnahmen umfassen obligatorische Einzahlungslimits, Einschränkungen bei Werbeanreizen und ein vollständiges Verbot von kreditbasiertem Glücksspiel.
Justizminister Jim O’Callaghan TD erklärte, dass die Lizenzierungsausrollung einen konsistenten Compliance-Standard für den Sektor etabliert. GRAI-Geschäftsführerin Anne Marie Caulfield merkte an, dass der Betrieb ohne Wettlizenz nun eine strafbare Handlung ist und dass die Durchsetzung gegen nicht lizenzierte Anbieter bereits begonnen hat.