Die Gambling Regulatory Authority of Ireland (GRAI) hat eine landesweite Initiative zur Bekämpfung des Glücksspiels Minderjähriger gestartet. Die Kampagne begann zwei Wochen nach der Einführung neuer Online-Glücksspiel-Lizenzen im gesamten Land.
Die Regulierungsbehörde arbeitete mit den Addiction Services des Health Service Executive (HSE) zusammen, um die Aufklärungsaktion zu entwickeln. Die Botschaften werden über Video-on-Demand-Plattformen, Radio und soziale Medien verbreitet, um Familien bei der Identifizierung früher Verhaltensindikatoren zu unterstützen.
Die Initiative stützt sich auf Daten des Economic and Social Research Institute (ESRI), wonach Kinder, die Glücksspiel treiben, doppelt so wahrscheinlich sind, im Erwachsenenalter Glücksspielprobleme zu entwickeln. Die Studie weist ferner darauf hin, dass 64 Prozent der befragten Erwachsenen vor dem 18. Lebensjahr Wetten eingingen, was die Wahrscheinlichkeit künftiger Schäden um 83 bis 87 Prozent erhöht.
Darüber hinaus sind Personen mit einem Elternteil, der Glücksspielprobleme hat, um 80 Prozent wahrscheinlicher, ähnlichen Schwierigkeiten ausgesetzt zu sein.
Regulatorische Maßnahmen und zukünftige Lizenzierung
GRAI-CEO Anne Marie Caulfield hob die Verletzbarkeit jüngerer Bevölkerungsgruppen hervor und wies darauf hin, dass der ständige Online-Zugang Warnsigne oft verschleiert. Die Regulierungsbehörde rät Eltern, auf Stimmungsschwankungen und finanzielle Geheimniskrämerei zu achten, und weist zudem auf Risiken hin, die mit Videospielemechaniken wie Loot-Boxen verbunden sind.
Die Kampagne unterstützt das Irish Gambling Regulation Act von 2024, das Sanktionen für die Teilnahme Minderjähriger festgelegt hat. Nach der aktuellen Phase der Fernlizenzen plant die Behörde, Anträge für persönliche Wetten später in diesem Jahr zu bearbeiten, wobei die Lizenzierung für Lotterien und B2B für 2027 und 2028 vorgesehen ist.