Das niederländische Finanzministerium und die Kansspelautoriteit (KSA) berichten, dass die jüngste zweistufige Erhöhung der Glücksspielsteuer deutlich geringere Haushaltseinnahmen erbracht hat als prognostiziert. Die im Januar 2025 und Januar 2026 eingeführte Politik hat die anfänglichen finanziellen Ziele in beiden Geschäftsjahren nicht erreicht.
Steuergestaltung und Einnahmefehlbetrag
Die gesetzliche Abgabe wurde zum 1. Januar 2025 von 30,5 Prozent auf 34,2 Prozent angehoben, mit einer weiteren Erhöhung auf 37,8 Prozent zum 1. Januar 2026. Die Behörden hatten zunächst zusätzliche Einnahmen von 108 Millionen Euro für 2025 und 216 Millionen Euro für 2026 prognostiziert. Die tatsächlichen zusätzlichen Einnahmen beliefen sich 2025 auf 2 Millionen Euro und 2026 auf etwa 57 Millionen Euro.Marktanpassung und Auswirkungen auf die Anbieter
Die Behörden führen den Fehlbetrag auf strengere Spielerschutzmaßnahmen zurück, darunter obligatorische Einzahlungslimits zwischen 300 und 700 Euro, sowie neue Einschränkungen bei Werbung und Sponsoringvereinbarungen. Die Marktaktivität ging zudem nach dem Höhepunkt der Beteiligung während der Euro 2024 zurück, während anhaltende regulatorische Anpassungen für lizenzierte Anbieter operative Unsicherheit schufen.Die überarbeitete Steuerstruktur betraf staatliche Spielgesellschaften direkt. Holland Casino meldete Gewinnrückgänge von 27 Millionen Euro in 2025 und 54 Millionen Euro in 2026, während die Nederlandse Loterij Rückgänge von 16 Millionen Euro bzw. 34 Millionen Euro verzeichnete. Die jährliche Casino-Besucherzahl fiel um etwa 11 Prozent, und mehrere physische Standorte wurden aufgrund der erhöhten fiskalischen Belastung geschlossen.
Die finanzielle Bewertung wurde vom niederländischen Finanzministerium und der KSA erstellt. iGaming News präsentierte die Ergebnisse auf der G GATE-Konferenz in Tiflis am 26. und 27. Juni.