Michel Groothuizen, Vorsitzender der niederländischen Glücksspielbehörde, hat die Regierung aufgefordert, gefährdete Personen automatisch im nationalen Ausschlusssystem zu registrieren. Der Vorschlag richtet sich an Menschen, die in den Niederlanden finanzielle Unterstützung erhalten.
Vorschlag zur Systemintegration
Die Anfrage wurde am 03. Juli 2026 gestellt. Groothuizen wandte sich an die Staatssekretärin für Justiz und Sicherheit, Claudia van Bruggen, bezüglich des Zentralsregisters für Kuratelen und Betreuungen (CCBR). Er schlug vor, die Sommerpause zu nutzen, um eine Maßnahme zu implementieren, die das CCBR direkt mit Cruks verknüpft. Diese Integration würde sicherstellen, dass Personen unter Schutz oder Vormundschaft für die Dauer ihrer Unterstützung im Ausschlussregister erfasst werden.Der Vorsitzende wies darauf hin, dass Administratoren und Vormünder den Bedarf an dieser Verbindung geäußert haben. Derzeit erhalten in den Niederlanden etwa 25.000 Menschen administrative Unterstützung vom CCBR, während rund 120.000 in Cruks registriert sind. Groothuizen betonte, dass die Nachbarländer Belgien und Deutschland dieses System bereits nutzen.
Die niederländische Regierung hat eine geplante Debatte über die Glücksspielbranche bis nach der Sommerpause verschoben. Zuvor im Juni angekündigte Maßnahmen umfassten einen vorgeschlagenen generellen Werbeverbot für Glücksspiel sowie Einschränkungen bei Boni wie kostenlosen Wetten.