Die US-amerikanische Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat am Mittwoch ihren ersten Entwurf für die Regulierung von Vorhersagemärkten veröffentlicht. Der regulatorische Entwurf konzentriert sich auf die Verfahren zur Vertragsprüfung und legt einen öffentlichen Konsultationszeitraum von 45 Tagen fest.
Der Vorschlag zielt auf Änderungen der CFTC-Verordnung 40.11 ab und führt Anhang F zu Teil 40 ein. Interessengruppen können Feedback einreichen, sobald das Dokument im Federal Register erscheint. Diese Veröffentlichung deckt einen engeren Umfang ab als die umfassendere regulatorische Ankündigung im März.
Das Rahmenwerk erfordert, dass die Kommission prüft, ob bestimmte Verträge unter Abschnitt 5c(c)(5)(C) des Commodity Exchange Act fallen. Vereinbarungen, die Terrorismus, Attentate, Krieg, Glücksspiel oder rechtswidriges Verhalten auf Bundes- und Staatsebene betreffen, werden auf ihre Übereinstimmung mit dem öffentlichen Interesse geprüft.
Definition von Glücksspiel- und Sportverträgen
Das 267-seitige Dokument befasst sich direkt mit dem Glücksspielsektor, wobei der Begriff 222-mal vorkommt. Auf Seite 161 wird eine formale Definition eingeführt, die Glücksspiel als regelgeleitete Freizeitaktivität beschreibt, bei der die Ergebnisse vom Glück, der Fähigkeit oder der athletischen Leistung der Teilnehmer abhängen. Der Text unterscheidet explizit Wahlen und Preisverleihungen von dieser Kategorie und klassifiziert sie als Wettbewerbe. Die derzeit gelisteten Verträge zeigen bereits eine Abkehr von früheren regulatorischen Positionen. Diese Märkte decken nun aggregierte Sportleistungsindikatoren ab, einschließlich Endergebnisse, Punktedifferenzen, Saisonstatistiken und Turnierfortschritte.CFTC-Vorsitzender Michael Selig erklärte, der Vorschlag biete eine transparente Methode zur Prüfung gesetzlich vorgeschriebener Verträge, während er gleichzeitig den Betrieb gültiger Märkte ermögliche. Rechtliche Auseinandersetzungen über Vorhersagemärkte untersuchen häufig, ob Vereinbarungen über Sportereignisse nach der bestehenden Sprache des CEA als Glücksspiel qualifiziert werden.
Eine Einstufung als Glücksspiel würde verhindern, dass diese Verträge an regulierten Börsen gehandelt werden.
Das aktuelle Rahmenwerk stellt eine Abkehr von der früheren regulatorischen Haltung der Kommission dar. Eine umfassendere Ankündigung zur Aufsicht über Vorhersagemärkte wurde ursprünglich im März gemacht. Der neue Vorschlagengt diesen Umfang ein, um sich spezifisch auf die Verfahren zur Vertragsbewertung zu konzentrieren.